Der Abschied aus J152741

Freitag, 31.01.20

Ich wach in meinem Zimmer auf und weiß im ersten Moment nicht genau, wo ich bin. Ich fasse mir an die Stirn – mein Kopf tut weh. War wohl ein alkoholreicher Abend gestern. Urplötzlich erinnere ich mich wieder. Kein Wunder, dass ich mich nicht orientieren kann. Die Fortizar läuft nur mit Sparsystemen. Es geht nur noch die Notbeleuchtung.
Ich gehe zum großen Panoramafenster, welches oberhalb des Ausganges liegt. Mein Herz wird zu Stein. Da liegen die Trümmer unserer Verteigungsflotte. Auf einmal wird es hell – da geht die nächste Archon in die Luft. Erstmal schauen, wie es dem Rest der Mannschaft geht.

Im Mannschaftsaufenthaltsraum treffe ich noch vereinzelt auf Freunde. Meine Mails melden: Die Hammerwerke werden in ihrem Wurmloch belagtert. Jeder der jetzt noch bei uns ist und den Weg raus findet wird zur Unterstützung der Kollegen geschickt. Wie gesagt, ich führe niemanden in den Sinnlosen Tod, erst Recht nicht wenn andere Hilfe brauchen.

Auch bei den RV-I’lern macht sich Frust breit. Wir haben 152741 am 17.01.2017 bezogen. Viele Erinnerungen liegen in diesem Space. Da ich mich noch um Papierkram kümmern muss verziehe ich mich in mein Büro.
Uns erreichen Mails von Parteien, welche gerne noch bei uns kämpfen möchten:

Ein Blick aus dem Fenster verrät mir, dass schon wieder ein Schiff geplatzt ist. Hm? Unsere Caps sind doch mittlerweile alle druch? „Hört auf damit, den Kleinscheiß in die Luft zu jagen! Wir sind doch hier nicht im Kindergarten!“ hallt meine Stimme durch alle Lautsprecher (Bob sei Dank, dass die auch im Sparmodus gehen) „Wir gehen jetzt alle in die Azbel – die Schiffe vorbereiten für 20:15 Uhr“
Ich gehe ein letztes Mal durch die wie leer geräumen Räume unserer Heimat und verabschiede mich leise.
Der Kameramann macht sich auf den Weg für New Eden den Fall der Stationen sowie unseren Abschied zu übertragen.

17:36 Uhr

Das Fiepen in meinem Neoncom Menü meldet mir, dass die Fortizar angefangen hat zu versuchen sich zu reparieren. Einige von uns lasses es sich nicht nehmen und stellen sich im Teddering vor die Azbel um die Explosion zu genießen. Eine platzende Fortizar sieht man nicht alle Tage!
o7 überträgt der Local – unsere Heimat ist down.

„Uiuiuiui, das ist aber dann noch noch eine Menge Loot, welches da rausfällt!“
„Hahahaha, da sind alle meine Epitals!“
Wir haben Spaß zu sehen, was so alles im Keller lag. 50b wird uns gemeldet, was alleine im Corphanger war. Ja, auch eine kleine Corp kann was ansammeln ^^.

Wärend Hole Control und Freunde Müllabfuhr spielen werden unsere Member unruhig. „Och, wenn ich doch nur ein Bomber hätte, dann könnte ich noch ein paar Leute ärgern“ „NIEMAND verlässt die Azbel! Ich habe keine Lust, dass ihr im K-Space wieder aufwacht und wir uns nicht mehr gemeinsam verabschieden können“ (Im nachhinein denke ich, wäre es doch schön gewesen da ein wenig rum zu bomben).

Noch 2 Stunden bis zum Finale – man beschäftigt sich mit anderen Dingen (Farm Simulator xD ) und der Kameramann verliehrt in einer gekonnten und sehr (!) zeitaufwendigen Aktion seitens Hole Control sein Schiff und wacht in Amarr verdattert auf.

Hups, da hat wohl jemand nicht aufgepasst

GZ an dieser Stelle! Wer sich die Mühe macht, sich 15 Minuten via Stream an einen unbekannten Punkt zu fliegen hat den Kill verdient!

Nach einer kurzen Übertragungspause haben wir einen unserer Männer an die Kamera gesetzt, welcher jetzt aus der Azbel sendet. Mein Puls geht schneller, nicht mehr lang bis es los geht. Der Plan ist mehrfach durchgesprochen – Abdocken auf meine Ansage – Abstandhalten auf 1000 auf den Vordermann – Einloggen auf meine Ansage – Feuer Frei.
Der Kameramann meldet: 30% weg von der Struktur!
Ich docke ab.

„Herbi, dock up, keep at range 1000 auf mich“ … „Arnison, dock up, keept at range 1000“ …
„Hahaha, ich höre Lavandas Herz durch das Übertragungssystem schlagen“ „Ruhe jetzt, ich muss mich konzentrieren!“
Nach und nach docken alle ab und ich leite die Flotte- bestehend aus Procuren (wirklich nur aus Procuer?) – langsam und Kreisförmig an die Spitze der Azbel.

Der Kameramann meldet: 50% Struck erreicht.
„Nina, komm mit deiner Qualle ran!“ Jetzt dauert es nur noch wenige Augenblicke und ich gebe den Befehl: „Schaltet alle auf und Fire Works on!“

Unter lautem getröse und dem Sound von „Pink Fluffy Unicorn“ (https://www.youtube.com/watch?v=2ygItXLd47E&t=6s) salutieren wir den Gegern und unserer Heimat. Die Qualle tankt einiges, explodiert aber als großes Finale: Manche werden von den Angreifern noch repaiert – Großes Kino! So können wir den Abschied so lange wie möglich präsentieren.

Danke für den repp! o/

Die Azbel geht down. o7 im Lokal.
… ich wache in Amarr auf.

Es dauert nicht lange, da findet sich die Gruppe in der Bar ein, in der diese Geschichte ihren Anfang nahm. Der Barkeeper gibt einen aus, wir erheben die Gläser.
Auf RV-I. Auf J152741. Auf unsere Heimat.

o7

Fly safe and see ya in space.

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